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Über Gott und die Welt


Je älter ich werde, desto jünger kommen mir die Alten vor.

Vergeben ist ein ganz und gar einseitiger Vorgang. Vergeben ist von keiner Bedingung oder Voraussetzung abhängig. Es muss kein klärendes Gespräch stattgefunden haben, in dem beide Seiten ihre Positionen dargelegt haben. Die Person, der ich vergebe, muss nicht Einsicht zeigen, Schuld eingestehen oder/und um Vergebung bitten; sie muss auch nicht anwesend sein, sie muss nicht einmal mehr leben. Ich vergebe ihr, weil ich es so für mich entschieden habe, weil ich es so will. Vergeben heißt nicht vergessen. Die Narben werden wieder und wieder schmerzen, eventuell sogar erneut aufbrechen. Aber ich brauche nicht mehr zu hadern, ich habe ja vergeben! Ich denke: So vergibt auch Gott. Er hat mir schon vergeben, als mein Leben noch gar nicht begonnen hatte, voraussetzungs- und bedingungslos!

Vergessen kann auch eine Gnade sein.


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